Was steckt hinter ProfiLehrePlus?

Im Rahmen der bereits bestehenden Kooperation zwischen den bayerischen Universitäten soll mit dem vom BMBF geförderten Projekt "ProfiLehrePlus" (Förderkennzeichen 01PL11028J) die zertifizierte hochschuldidaktische Weiterbildung systematisch verbessert werden.

Wichtige Grundstrukturen für die qualitative Verbesserung der universitären Lehre sind bereits im Rahmen des Vorgängerverbundprojekts "ProfiLehre" geschaffen worden. Das Optimierungsprojekt "Hochschullehre Bayern - ProfiLehrePlus" baut unmittelbar darauf auf.

Was soll mit ProfiLehrePlus erreicht werden?
Ziel ist es, den Lehrenden durch die zentrale Zusammenführung und Systematisierung der einzelnen unversitären Weiterbildungsprogramme einen Mehrwert in der hochschuldidaktischen Kompetenzvermittlung zu erschließen.

Durch die Vernetzung der bayerischen Universitäten können deren Einzelangebote in ihrer gesamten thematischen sowie methodischen Breite ausgeschöpft und in leicht zugänglicher Form bereitgestellt werden. Mit Hilfe einer zentralen Anlauf- und Informationsstelle können sich Interessierte rasch und bequem einen Überblick über das Gesamtangebot verschaffen und sich dort kompetent beraten lassen.

Bild: Studierende und Lehrende gemeinsam in der Bibliothek beim Lernen

Wie können die Lehrenden durch ProfiLehrePlus profitieren?
Das Projekt ProfiLehrePlus verfolgt mit seinen Kooperationspartnern den kontinuierlichen Ausbau des Weiterbildungsangebots sowie dessen zunehmende Differenzierung nach Fachbereichen und verschiedenen Gruppen von Lehrenden. Hier bietet die nun professionalisierte Zusammenarbeit der bayerischen Universitäten den Vorteil, dass das Fortbildungsangebot im Verbund umfassender und differenzierter sein wird als das Angebot einer Universität alleine. So können Kurse, welche wegen zu geringer Nachfrage vor Ort bislang an keiner der bayerischen Universitäten durchgeführt werden konnten, als einmalige, landesweite Angebote das Programmportfolio für die Lehrenden sinnvoll erweitern.

Darüber hinaus sollen die Lehrenden von einer gemeinsamen Internetpräsenz aller Verbundpartner profitieren. Mit Hilfe eines online verfügbaren, landesweiten Programmkatalogs sollen sich Interessierte über die aktuellen Kursangebote aller bayerischen Universitäten informieren und sich landesweit online einschreiben können. Über eine Lehrplattform soll der Zugriff auf Lehrmaterial online ermöglicht werden.

Historie
Grundlage für den Qualitätspakt Lehre ist die gemeinsame Vereinbarung der Regierungschefs von Bund und Ländern vom Juni 2010. Zum Stichtag 4. März 2011 wurden für die erste Bewilligungsrunde insgesamt 204 Anträge von 194 Hochschulen aus allen Regionen Deutschlands eingereicht. Am 13. Mai 2011 wurden hieraus insgesamt 104 Anträge zur Förderung ausgewählt. Neben 96 Einzelanträgen wurden bundesweit auch 8 Verbundanträge mehrerer Hochschulen, darunter der Universität Bayern e.V. ausgewählt.

Das Konzept des Verbundantrags „Universitätsdidaktik Bayern – ProfiLehrePlus“ der Universität Bayern e. V. basiert auf der universitätsübergreifenden Koordination der Maßnahmen zur Qualifizierung beziehungsweise Weiterqualifizierung der in der Lehre tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Beteiligt an „ProfilehrePlus“ sind die 9 Landesuniversitäten: Universität Augsburg, Otto-Friedrich-Universität Bamberg, Universität Bayreuth, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Ludwig-Maximilians-Universität München, Technische Universität München, Universität Passau, Universität Regensburg, Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie die Universität Bayern e.V.

Die beantragte Fördersumme beläuft sich auf rund 3, 5 Millionen Euro. Mit einer Förderdauer von bis zu fünf Jahren und einer Verlängerungsmöglichkeit bis zum Ende der Programmlaufzeit im Dezember 2020 erhalten die bayerischen Universitäten langfristige Planungssicherheit. Die Förderung der jetzt ausgewählten Universitäten und Hochschulen begann zum 1. Juli 2011.

Feedback



logo-bmfbf